Istighofen (Transkription Nr. 361)

Schulort Istighofen
Konfession des Orts: Reformiert
Signatur der Quelle: BAR B0 1000/1483, Nr. 1463, fol. 295-296v
Standort: Bundesarchiv Bern
Kanton 1799: Thurgau
Distrikt 1799: Weinfelden
Agentschaft 1799: Mettlen
Kirchgemeinde 1799: Busslingen
Ort/Herrschaft 1750: Gemeine Herrschaft Thurgau (Gerichtsherrschaft der Stadt St. Gallen)
Kanton 2015: Thurgau
Gemeinde 2015: Bürglen
In dieser Quelle werden folgende 2 Schulen erwähnt:

Antwort über den Zustand der Schule in Jstigkoffen,

I. Lokal-Verhältnisse.
I.1Name des Ortes, wo die Schule ist.

Jstigkoffen,

I.1.aIst es ein Stadt, Flecken, Dorf, Weiler, Hof?

Ein Dörflein,

I.1.bIst es eine eigene Gemeinde? Oder zu welcher Gemeinde gehört er?

2. Dörflein gehören zusamen,

I.1.cZu welcher Kirchgemeinde (Agentschaft)?

Bußlingen, Agentschaft? Mettlen,

I.1.dIn welchem Distrikt?

Weinfelden,

I.1.eIn welchen Kanton gehörig?

Thurgäu

I.2Entfernung der zum Schulbezirk gehörigen Häuser. In Viertelstunden.

Moos, 1/2, Viertel Stunde von da, hat 7. Häüsser,

I.3Namen der zum Schulbezirk gehörigen Dörfer, Weiler, Höfe.
I.3.aZu jedem wird die Entfernung vom Schulorte, und
I.3.bdie Zahl der Schulkinder, die daher kommen, gesetzt.

7

I.4Entfernung der benachbarten Schulen auf eine Stunde im Umkreise.
I.4.aIhre Namen.

Bürglen, 1/4. Stunde nahe, aber die Thur darzwüschen, Buoweil, 1/2. Stund Mettlen, 3/4. Stund,

I.4.bDie Entfernung eines jeden.
II.10Sind die Kinder in Klassen geteilt?

bey so wenigen kan jedes sonst genug beobachtet werden,

II. Unterricht.
II.5Was wird in der Schule gelehrt?

Buchstabieren, Lesen, Schreiben, ¢736¢¢ und in der Nachtschule das Psalm oder Kirchen Gesang, ¢/736¢¢

II.6Werden die Schulen nur im Winter gehalten? Wie lange?

||[Seite 2] Nur im Winter, etwan, 18. Wochen, weil der kleine zusamenschus, es nicht länger ertragen mag,

II.7Schulbücher, welche sind eingeführt?

Catechismus, Neü Testament, zum lesen, und zürcher, Catechismus, auswendig,

II.8Vorschriften, wie wird es mit diesen gehalten?

Aus guten Liederen, wird denen die Linien zusamensezen könen, Vorschriften, aus Guten Liederen, und sprüchen Gegeben,

II.9Wie lange dauert täglich die Schule?

Von Morgen, 8. bis, 11, und Nachmitag Von, 1. bis. 4, Uhr

III. Personal-Verhältnisse.
III.11Schullehrer.
III.11.aWer hat bisher den Schulmeister bestellt? Auf welche Weise?

Die Haus väter, der, 2. Gemeinden,

III.11.bWie heißt er?

Zacharias, Leüw,

III.11.cWo ist er her?

Von, Bürglen,

III.11.dWie alt?

47, Jahr,

III.11.eHat er Familie? Wie viele Kinder?

eine Frau, ? und 3 Kinder,

III.11.fWie lang ist er Schullehrer?

hier ein Winter,

III.11.gWo ist er vorher gewesen? Was hatte er vorher für einen Beruf?

Jch war Vorher, 14, Winter, in Göttighoffen, Schulmstr, in der Pfarrey, Sulgen, wo Zeügniße, meines Verhaltens, Von dortigem Bürger, Pfarrer, u. der Gemeind zu vernehmen,

III.11.hHat er jetzt noch neben dem Lehramte andere Verrichtungen? Welche?

Jm Sommer, mus mein Brod mit dem Zimmer Handtwerk erwerben,

III.12Schulkinder. Wie viele Kinder besuchen überhaupt die Schule?

27,

III.12.aIm Winter. (Knaben/Mädchen)

Knaben,? 16 Töchteren,? 11,

III.12.bIm Sommer. (Knaben/Mädchen)
IV. Ökonomische Verhältnisse.
IV.13Schulfonds (Schulstiftung)
IV.13.aIst dergleichen vorhanden?

||[Seite 3] Ja

IV.13.bWie stark ist er?

fl. 256,

IV.13.cWoher fließen seine Einkünfte?

Aus Vermächtnusen, Von 27 Haushaltungen

IV.13.dIst er etwa mit dem Kirchen- oder Armengut vereinigt?

Er ist besonders Schulfond, und, fl. 2. jahrlich, Aus dem Armengut, Bußlingen,

IV.14Schulgeld. Ist eines eingeführt? Welches?

Ja, Die Haus väter, deren Kinder die Schule besuchen legen zusammen, bis sie mit dem zins Vom Capital 17. bis 18. und auch schon, 20, Wochen lang Schule halten können

IV.15Schulhaus.

Nein, Die Hausväter miethen eine Stube, und für jeden Winter, u. bezahlen den zins darab,

IV.15.aDessen Zustand, neu oder baufällig?
IV.15.bOder ist nur eine Schulstube da? In welchem Gebäude?
IV.15.cOder erhält der Lehrer, in Ermangelung einer Schulstube Hauszins? Wie viel?
IV.15.dWer muß für die Schulwohnung sorgen, und selbige im baulichen Stande erhalten?
IV.16Einkommen des Schullehrers.

Mein Einkomen ist wochentlich, 25, Bazen welche aus obigem bezahlt werden,
¢736¢¢ und für die Nachtschule, Wochentlich, 30, xr. ¢/736¢¢

IV.16.AAn Geld, Getreide, Wein, Holz etc.
IV.16.BAus welchen Quellen? aus
IV.16.B.aabgeschaffenen Lehngefällen (Zehnten, Grundzinsen etc.)?
IV.16.B.bSchulgeldern?
IV.16.B.cStiftungen?
IV.16.B.dGemeindekassen?
IV.16.B.eKirchengütern?
IV.16.B.fZusammengelegten Geldern der Hausväter?
IV.16.B.gLiegenden Gründen?
IV.16.B.hFonds? Welchen? (Kapitalien)
Bemerkungen
Schlussbemerkungen des Schreibers

Die obigen Hauß Väter wünschten, das ihre Schule im Winter, möchte bey behalten werden, jn deme es, auf Mettlen, einen Unbequemen weg, über einen Hohen berg ist, und auf Bürglen, ein Starker Flus die Thur genant, das öfters die Jugend, Nachtheilig an ihrem Fleisse, wäre, im Sommer könnte es eher geschehen und auch ich, wünschte. willen ich schon, 15 Winter an der Lieben Jugend, zum besten der was in meinen Kräften Stehet gearbeitet, meine Übrige lebens Jahrer, in demselbigen, könnte zu bringen,

Unterschrift

Republikanischer, Gruß, u. Hochachtung, Zacharias, Leüw, Schulmstr

Zitierempfehlung: